Das Licht in mir

- zuletzt geändert am 30.Januar 2015

Ich bin sicherlich nicht alleine mit der Feststellung, dass momentan alles gefühlt zäh und dunkel ist und die Menschen um einen herum mit Samthandschuhen angefasst werden müssen, sonst explodieren sie. Momentan ist zwar Merkurrücklauf, aber der kann das nicht alleine verursachen, denn da gehts zwar auch um Kommunikation, aber das geht drüber hinaus.

Gestern beim Abendbrot fiel es mir dann auch wieder ein, dass ich seit Monaten nicht mehr dankbar war, dass ich keine echte Freude mehr spüre, dafür aber dieses „Ich will mehr, ich kriege nicht genug, mir steht mehr zu“. Gerade vor allem mehr Sonne, mehr Freude, mehr Ruhe, mehr Geld, und überhaupt, wo ist unser Häuschen im Grünen. Aber nix da. Da kann ich mich hinstellen und trampeln wie ich will. Augen zu und durch? Hm, auch nicht so richtig gut, es plackt und zwackt mich  an allen Ecken und Enden. Außerdem fühle ich mich unter Druck gesetzt, alles nervt, ich will es weg haben. Ich kann diese grauen Regenwolken nicht mehr sehen.

Da hilft momentan nur eines: Besonnenheit, Geduld, aber auch Herzarbeit… In einer Internet-Gruppe habe ich nach etwas klagenden Beitrag den Hinweis bekommen, mich auf das zu fokussieren, was mir gut tut, was für mich einen guten Tag ausmacht. Also da gibts doch einiges…

Ich mag Sonnenschein, meine Ruhe, Vogelgesang, schöne Post, in Ruhe ein Buch lesen, handgemachte kleine feine Dinge…. Ich mag es bunt. Ich bin dankbar über all die kleinen schönen Dinge. Ich will wieder in mir selbst strahlen.

Aber ich brauche eine Auszeit von der Welt, von all den Nachrichten, den Emotionen anderer, also all den Dingen, die frei Haus geliefert werden, ob man sie will oder nicht. Und vor allem eines brauche ich, den inneneren Frieden. Kann ich den auch bestellen? Denn bei dem energetischen Auf und Ab ist es schwer für mich, in der Balance zu bleiben.

Wir haben uns eben hingesetzt und nachgeforscht, was uns so plackt und zwackt, denn Christian ist auch schon etwas durch von all den negativen Emotionen. Das ist wohl das klassische Opfer-Täter-Feld, und es betrifft alle. Bin ich heute Opfer, oder bin ich Täter? Oder steige ich aus dem Konzept aus? Es brodelt an allen Ecken und Enden, wie man den Nachrichten entnehmen kann. Masken fallen, die Wahrheit kommt ans Licht. Es geht auf und ab, hoch und runter, wie eine Achterbahnfahrt. Ist mir schlecht, oder fahre ich noch eine Runde? Selbst das Wetter spiegelt es wieder, es stürmt, es wechselt alle paar Stunden. April im Januar. Es stürmt, es ist kalt, aber die Vögel singen. Nicht immer ist es schön, was sich nun zeigt, aber manches Mal erlebt man auch eine positive Überraschung. Wir freuen uns zum Beispiel über die Wahlergebnisse in Griechenland. :)

Mit Versöhnung, Liebe und Dankbarkeit ist es heller in der Welt

Ich bin die Tage weniger online, ich lese keine Zeitung, ich reiße das Fenster auf, um den Meisen zuzuhören, ich freue mich, die Sonne und die funkelnden Sterne zu sehen, ich will zur Ruhe kommen. Das ist doch schon mal ein Anfang. Nun komme ich auch langsam wieder in die Stimmung, mich zu freuen, mir vorzustellen, was ich gern anders hätte, und wenn ja wie. Da hilft es, konsequent und ein wenig sebstdiszipliniert zu sein, mich nicht mehr in Emotionen anderer zu ergehen, sie anzunehmen. Ich lerne spielerisch, Grenzen zu zeigen und meinen Raum einzunehmen, zu sagen, was ich will, wie ich mich fühle, was ich ändern möchte. Ich erwecke mein Strahlen wieder. Die große Bühne interessiert mich gerade nicht.

Heute bin ich daran erinnert worden, dass in der Nacht vom 1. zum 2. Febuar das Imbolc-/Lichtmess-Fest ist. Ich habe das immer ignoriert, aber ich glaube, dieses Jahr ist es an der Zeit, es zu begehen. Denn das ist das Fest, an dem wir Menschen uns an all das erinnern, was lebendig ist, was uns lebendig macht. Zünden wir ein paar Kerzen an und freuen uns auf die Wiederkehr des Lichtes, auf den Frühling, auf die Lebendigkeit ins uns, auf die Realisierung aller Ideen und Pläne, die noch ins uns schlummern. Träumen wir groß! Erinnern wir uns an die Liebe, die Dankbarkeit, die Menschlichkeit. Strahlen wir ein bißchen mehr.

Mehr zu Lichtmess: http://www.jahreskreis.info/files/imbolc.html

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