Der grüne Daumen – über Pflanzendevas und Gärtner

- zuletzt geändert am 30.April 2016

Während ich dieser Wochen zum zweiten mal das Buch „Pflanzendevas: Die geistig-seelischen Dimensionen der Pflanzen“ von Wolf-Dieter Storl lese und verinnerliche, empfinde ich den Zeitpunkt als stimmig, diesen neuen Leitartikel zu eröffnen. Auch dieser wird, wie unser Garten, niemals „fertig“ und in stetem Wachstum sein, auch wenn dies, wie bei mir üblich, nur sporadisch am Inhalt erkennbar sein wird.

Was sind (Pflanzen)Devas ?

Der Begriff Devas stammt aus dem Indischen, genauer dem Sanskrit, und bedeutet soviel wie Lichtwesen, gottähnliches Wesen oder auch Halbgott. In unserem Sprachraum stellt man sich unter Devas oft höhere Naturwesen und Engel vor, die meist der Natur, also den Pflanzen oder Tieren dienen, sie beschützen und mit ihrer Energie stärken und einhüllen. Das Wort entspringt derselben indogermanischen Wortwurzel wie lat. deus (Gott), altgriech. Zeus und germ. Ziu bzw. Tyr. Wikipedia

Als Devas bezeichne ich selbst Wesensheiten, welche aus der geistigen Welt (oder höheren Ebenen, wenn es dir lieber ist) auf der Erde denjenigen lebendigen Formen Ausdruck verleihen, welche wir als Pflanzen bezeichnen.

Devas sind auf eine andere Art als wir hier im Wirken, sie sind die meiste Zeit vollkommen vegetativ, sich voll den Rhytmen der Natur hingebend, was sich am sporadischen Wuchs offenbart. Nur in der Blüte zeigt sich ein Deva auch mal animalisch, es werden dabei sogar „tierische“ Stoffe (z.B. Hormone) gebildet. Devas geben sich uns gern hin, erwarten je nach Charakter auch auch unsere Hingabe. Laut Storl und Castaneda ist ein Wortbruch gegenüber einem Deva (Pflanzengeist) eine ernst zu nehmende Angelegenheit mit Konsequenzen. Dem kann ich nicht aus Erfahrung beipflichten, fühle jedoch Stimmigkeit.
Devas manifestieren oftmals dort, wo wir ihre Geschöpfe brauchen, so wächst der Löwenzahn, eine Pflanze zur Blutreinigung und ideal zur Frühjahrskur, oft gerade dort sehr zahlreich, wo viele Menschen unreine Luft atmen (Straßenränder!) oder/und der Boden Unterstützung in der Reinigung braucht. Es kann auch ganz persönlich werden, so erstaunen Pflanzen durch ihr plötzliches Auftreten oftmals Menschen, die bestimmte Leiden haben, für welche die neuen Gäste dann „zufällig“ die Lösung bereit halten.
Dieses Leben der kosmischen Prinzipien des EIN-SEINS und der Hingabe kann uns Menschen helfen, unsere Welt grundlegend zu verändern. Alles was nötig ist, ist vom Tun ins Beobachten zu gehen, vom Reden ins Zuhören, von der Hektik zur Ruhe. Denn Devas leben in einer anderen Zeit als wir.

Es ist ein wundervolles Gefühl, in innerem Einklang mit dem Glück einer Pflanze bzw. ihrem Deva im Garten zu sein und das Strahlen einer glücklichen Pflanze zu genießen.
„Ich brauche hier mehr Platz“, „Mehr Licht bitte“ oder „Ich muss von der Eiche weiter weg“ – wenn du solche Gedanken beim Betrachten „deiner“ Pflanzen, ganz passiv, in deinem Innern hast, folge ihnen mit deinem Herzen. Es kann der Weg zu mehr Erfüllung sein, im achtsamen Umgang mit unseren lieben Mitgeschöpfen.

Mit Devas kommunizieren

Mit Devas kannst du auf verschiedene Weise kommunizieren. Der wohl bekannteste und mir vetrauteste ist der, einfach über der „grünen Daumen“ – im eher unbewussten Umgang mit den Pflanzen zu erspüren, was sie brauchen. Hilfreich dabei ist es, in eine Art meditativen Zustand zu gehen, z.B. bei der völligen Vertiefung in eine bestimmte Tätigkeit wie Gießen, Beetarbeiten, Baumsetzen, Pikieren und so weiter. Viele Menschen singen wohl gern dabei oder sprechen zu den Pflanzen. Aus diesem inneren Dialog ergibt sich ein Gespür für deren Bedürfnisse, zumindest kenne ich das so. Ich habe diesen Weg für den Fall, dass eine Pflanze Probleme hat und ich nicht gleich erkenne was sie braucht, etwas modifiziert, indem ich Bilder vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen lasse. So merke ich leicht, welche Bilder eine Reaktion auslösen, z.B. durch eine Verstärkung des Bildes, dadurch dass es „anhält“, oder eine Weitergestaltung des Bildes durch den Deva.

Achtsam und respektvoll – die Kommunikation hilft, Bedürfnisse der Pflanze zu erkennen

Ein praktisches Beispiel ist eine Rose, welche kümmerte, und bestimmte andere Pflanzen neben sich brauchte. Nach dem Bepflanzen mit einigen Stickstoffsammlern ging es ihr schnell besser, auch verkraftete sie die Blattläuse besser und blühte fleißig. (Verknüpft mit dem Resonanzprinzip und der Kraft der Manifestation durch Gedanken füge ich dem hinzu, dass ich es für sinnvoll halte, statt zu sagen „ooch dir geht es aber schlecht“ sich lieber ein Bild der Besserung vorzustellen und dann zu fragen: „Wie ist der Weg dorthin ?“.)

Eine weitere Möglichkeit ist die, sich fühlend dem Devas anzunähern und nur zu „lauschen“, sich ganz passiv führen zu lassen. Ganz besonders hierbei ist ein meditativer Zustand wertvoll. Ich nutze dies gern beim Neupflanzen von Stauden, Bäumen oder Sträuchern, damit sie mir die Plätze zeigen, wo sie sich wohl fühlen. Also, das typisch männliche „das ist jetzt mein Plan, so mach ich das“ geht einfach gern daneben, wenn es um Lebewesen geht. Früher hatte ich das eine oder andere Mal Botschaften der Devas ignoriert, mit dem Resultat, dass Wühlmäuse oder Schnecken die Pflanzen „entsorgten“ – oder sollte ich schrieben, erlösten? Die Pfanzen kümmerten nämlich in allen Fällen vor dem Fraßschaden schon sichtbar vor sich hin, erst später, als ich nachfragte, erhielt ich dann die Antwort: falscher Platz! (Die „Schädlinge“ waren also nicht die Ursache, sondern das Symptom, das erinnert mich an den Unsinn der Infektionsthese ->.) Seit dem beachte ich die energetischen Bedürfnisse, egal ob ich alle Faktoren kenne. Ich muss also weder Wasseradern noch Allopathien erfühlen, solange ich dem Devas lauschen und seine Botschaften verstehen kann. Ob mir das gelingt, zeigt mir spätestens die Praxis. (Allopathie: Bestimmte Pflanzen stören sich gegenseitig und kümmern dahin, wenn sie zu dicht nebeneinander stehen.)

An diesem Punkt erinnere ich an meinen Beitrag zur Arbeit mit der Wirbelstruktur (->), welche das In-sich-Ruhen stark vereinfacht und die eigene Schwingung derart anheben kann, dass das Erfühlen „richtiger Plätze“ zum Kinderspiel werden kann.

Erlebnisse mit Devas

Der eingeschnappte Hokkaido
Seit mehr als 6 Wochen versuchte ich, aus starken und keimfähigen Samen neue Kürbispflänzchen zu ziehen. Es wollte nicht, egal mit welcher Erde, mal trockener, mal feucht. Alle Samen waren letztlich gefault und innerlich aufgefressen, von irgendwelchen kleinen Tieren (ich verwende stets ein natürliches Kompost-Erde-Gemisch). Erst schob ich es auf zu alte Samen (2 Jahre, das war es nicht, wie sich heraus stellte) dann auf meine Unachtsamkeit beim Gießen (zu nass, zu trocken…). Nach zwei Fehlschlägen mit je 2 Anzuchtschalen fühlte ich hinein, die Antwort war überraschend. Im letzten Herbst ernteten wir etwa 100 Kürbisse, über 20 davon ließen wir von einem Bekannten in seinem Keller einlagern. Wegen der dortigen energetischen Qualitäten waren bis auf drei in wenigen Wochen alle Kürbisse verfault, die letzten holten wir rechtzeitig und konnten sie nach energetischer Behandlung (ich berichtete hier) bis vor kurzem verwerten. Der Verlust von fast 20 seiner Früchte, die er für uns so fleißig hervorgebracht hatte und die wir so sorglos in fremde Hände gegeben hatten, ohne seinen Rat, machte den Deva sehr traurig, und er dachte, wir achteten ihn nicht mehr. Also sprach ich zu ihm und versicherte, dass wir seine Früchte sehr schätzen, dass wir ebenfalls über den Verlust traurig waren, unseren Fehler erkannt hatten und in diesem Jahr besser auf sie Acht geben würden. Zwei Tage später kamen aus den Anzuchtschalen des dritten Versuchs die ersten Keimlinge heraus, und heute haben wir von 14 Samen bereits 12 kräftige Keimlinge. Ich fühle große Freude und Dankbarkeit. Vom Deva erfuhr ich Erleichterung und ebenfalls Dankbarkeit sowie große Vorfreude auf diesen Herbst. Aber es wird auch eine Prüfung sein; der Deva nimmt uns beim Wort!

Die Königin will ihren rechtmäßigen Platz
Ich gebe zu, immer noch habe ich ab und an mein kleines Problem mit Menschen, die sich benehmen, als ob ihnen die Welt gehöre und in einer dreisten Unachtsamkeit das klassische „Prinzessin auf der Erbse“ – Verhalten an den Tag legen. Nun ja, da habe ich halt ein Thema.
Wohl aus diesem Grund war ich in bei der wundervollen Königskerze zuerst taub und blind. Seit 3 Jahren versuche ich nämlich, aus ihren Samen neue Pflanzen zu ziehen, es gelang mir nicht, weder im Frühling noch im Sommer, weder mit Sand, noch in Kompost, weder auf dem Balkon noch im Garten. Mein diesjähriger Versuch lag über 8 Wochen in einem Schälchen und tat … nichts. Vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, ihre „königliche Würde“ zu achten und mir vorzustellen, wie ich sie an den besten Plätzen, die sie selbst wählt, setzen werde. Schon am nächsten Tag gingen viele Samen auf, jetzt ist die Anzuchtschale voll vor gesunden Keimlingen. Dann, Anja zeigte mir in der Nähe einige ganz junge Ahorn-Keimlinge, welche von der roten Art, bemerkte ich am Wegesrand zwei junge Königskerzen die mir zu riefen: „Nimm mich mit“! Unglaublich, sie wachsen hier wirklich an so vielen Stellen, ich kam nie darauf sie einfach auszugraben, und nun war jede Hemmung weg. Voller Freude stehen sie auf dem Balkon und in Kürze im Garten.

Update 18.10.2012
– An genau dem Platz, der mir von Deva vor dem Pflanzen gezeigt wurde, hat einer der ausgesähten Königskerzen besonders große Blätter entwickelt, mit etwa der 2,5fachen diagonalen Spannweite wie die anderen. Obwohl es so aussieht, als sei sie mit Nährtstoffen leicht überversorgt, ist der Boden dort von uns völlig unbearbeitet, d.h. nur lehmiger Sand, was beim Nachsehen mit dem Spaten auch bestätigt wurde.

Diese beiden Erlebnisse zeigen mir, dass der achtsame und respektvolle Umgang mit den Pflanzen und ihren Devas eine, wenn nicht sogar DIE Grundlage für einen dauerhaften und verlässlichen Erfolg im Garten ist.

Weitere Berichte werden hier folgen.

Devas und die vier Elemente

Wir Menschen tragen durch Sternzeichen und Aszendent eine Anfangs- und Endprägung für ein irdisches Leben in sich, so will ich es mal formulieren – zwei Hauptelemente also. Devas drücken auch elementare Kräfte aus, da weiß ich noch nicht viel, in Blättern und Blüte können unterschiedliche Kräfte wirken (s.o.).
Somit kam ich heute in einem Gespräch mit Anja darauf, dass, wenn man z.B. Erde als Sternzeichen-Typ hat (feste Strukturen, große Herausforderung in der jetzigen Zeit), entweder Wasser oder Feuer zum Wandel zur Unterstützung braucht. Wasser wäre die langsame und sanfte (steter Tropfen…) oder schnelle und harte Methode (Eis sprengt den Felsen), doch das Feuer verändert den Stein in Magma, welches dann seine Form selbst ändern kann. Kann man entsprechende Devas um Rat und Hilfe zu bitten ? Ich werde dem nachgehen.
Links:
Buch „Pflanzendevas: Die geistig-seelischen Dimensionen der Pflanzen“ von Wolf-Dieter Storl
Die Natur und Ihre Reiche Das Reich der Pflanzen“ auf puramaryam.de

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