Pfirsich und Kräuselkrankheit – was man tun kann

- zuletzt geändert am 18.Juli 2017
Kräuselkrankheit an Tellerpfirsich

Kräuselkrankheit an Tellerpfirsich

Pfirsiche, aber auch die mit ihnen verwandten Nektarinen sowie Aprikosen- und Mandelbäume werden oft durch den Pilz Taphrina deformans befallen, der die Bläschen- oder Kräuselkrankheit verursacht. Rötlich befallene Blätter mit Blasen und Verlust von Blättern und Früchten sowie Schwächung der Pflanze sind die Folge.

Hier eine kleine Liste von Maßnahmen, um die Kräuselkrankheit beim Pfirsich einzudämmen:

  • Die Pflanze grundsätzlich stärken:
    • passender Standort – Licht, Temperatur, Wind, Sonnenlauf, Wärmespeicher wie Feldsteine, geomantische Verhältnisse (Steinobst gilt meist als Strahlensucher)
    • Bodengesundheit fördern mit Tiefwurzlern (Lupine, Ölrettich, Löwenzahn u.a.) und allgemein durch Pflanzengemeinschaften vor allem durch Wildkräuter und Wildstauden
    • Bodengesundheit fördern mit Wurmkompost, Effektiven Mikroorganismen (EM) und / oder energetischen Hilfsmitteln wie geeignete MSQ-Produkte
    • Bodengesundheit fördern, indem das Laub im Herbst nicht abgeharkt, sondern unter dem Baum belassen wird; dies schützt den Boden vor starken Temperaturschwankungen und Austrocknung und bringt auf natürliche Weise Nährstoffe in den Boden
    • Baum energetisch stärken durch Energie: die eigene Zuneigung hilft, geeignete energetische Hilfsmitteln auch
    • Baum mit geeigneten homöopathischen Mitteln allgemein stärken
    • vor dem Aufgehen der Knospen den gesamten Baum mit verdünnter Schachtelhalm-Jauche bespritzen, stärkt die Zellenwände durch Kieselsäure und somit erhöht sich die Abwehrkraft
  • Den Pilz indirekt und indirekt bekämpfen:
    • konventionell: kupferhaltige Fungizide vor dem Aufgehen der Knospen spritzen
    • mit Schwefel spritzen
    • homöopathische Mittel wie Natrium Sulfuricum und Thuja anwenden, siehe Beitrag — Britta Maria vom Klangraum Freiamt hat damit gute Erfolg erzielt
    • homöopathische Nosoden selber herstellen – dazu kranke Blätter absammeln, veraschen und verdünnt mit Wasser an/auf Baum ausbringen (siehe Anleitung in Link unten und Blogbeitrag)
    • laut gartenjournal.net wirken ebenfalls pilzabtötende Pflanzungen von Knoblauch, Meerrettich oder Kapuzinerkresse unter oder in der Nähe des Baums, hierbei zeige sich insbesondere Knoblauch als wirksam – Tipp von gartenjournal.net
      (Kapuzinerkresse hält ab dem 2. Jahr auch Blattläuse ab, habe ich mal gelesen – aber so oder so sieht so eine Kresse unter dem Baum ausgebreitet einfach phantastisch aus)

Ich selbst teste beim Tellerpfirsich seit Herbst 2016 homöopathische Mittel. Bisher ist der Erfolg zwar sichtbar, doch bescheiden. Da Anja und ich gern asiatisch kochen, ist die Idee, Knoblauch zu pflanzen, echt genial. Wir haben seit einigen Jahren unter harten Bedingungen in Sommer und Winter unseren, einst in Phillipsthal gekauften Knoblauch weiter vermehrt und daher Reserven für einen Versuch.

2017
Mitte Mai testete ich noch Sulfur C200 zur Zellreinigung, 2 Gaben mit 3 Tagen Abstand.
Und nun – es ist nun der 28. Mai – teste ich veraschte, kranke Blätter, die ich zu einer homöopathischen Nosode veredeln will. Mal sehen, was das so bringt. Bisher ist der Neuaustrieb recht bescheiden. Allein der aus einem Steckling vor 2,5 Jahren gezogene, wurzelechte Tellerpfirsich ist, obwohl vollkommen dem Wind ausgesetzt, am gesündesten. Das wirft für mich die Frage auf, ob die Veredlung generell sinnvoll ist.
Noch frühere Versuche mit energetischen Hilfsmitteln (AHSG, MSQ u.a.) wirkten bzw. wirken stärkend, doch bei feuchtkalter Witterung genügt das offenbar noch nicht bei unseren Pfirsichen, zumal wir in einer sehr windigen Ecke unseren Garten haben.

Weiterhin gibt es gegen die Kräuselkrankheit nahezu resistente Pfirsich-Sorten, zu denen denen der so leckere Tellerpfirsich leider nicht gehört:
Amsden
Roter Ellerstädter
Früher Alexander
Rekord von Alfter
Fidelia

Benedicte
Harrow Beauty
oder der beliebte Weinbergpfirsich.

Sämlinge
Aus Kernen gezogene Pfirsiche sind, wie wir selbst sehen, oft hervorragend an die Standortbedingungen angepasst und damit sehr widerstandsfähig. Leider weiß man bei Sämlingen nicht, was am Ende heraus kommt. Unser bisher bester Sämling vom Frühjahr 2012 wächst unglaublich schnell und brauchte keinerlei Pflege bis auf Rückschnitt für leichteres Ernten, ist nahezu resistent gegen die Kräuselkrankheit und bringt viele, leider recht kleine und nicht so süße Früchte hervor, etwa Mitte September. In bisher 3 Jahren mit Ertrag konnten wir nur im letzten Herbst viele reife Früchte ernten, vorher faulten Sie am Baum fast alle.

Stecklinge
Vom Tellerpfirsich machte ich Herbst 2014 einige Stecklinge, von denen der stärkste im Frühjahr 2016 sehr exponiert eingepflanzt wurde und heute etwa 1,20m hoch ist. Interessanterweise hat er, obwohl dem Wind mehr als sein Mutterbaum ausgesetzt, weniger Probleme mit Frost und Kräuselkrankheit und blühte dieses Jahr erstmals.

Gutes Gärtnern und teilt eure Erfahrungen mit uns!

Links:
Homöopathische Nosoden selber herstellen auf eurofit23-wellness-shop.com/blog

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