Warum sich nett sein nicht lohnt…

- zuletzt geändert am 15.August 2017

Es geht hier nicht darum, sich wie ein Rüpel zu benehmen, sondern authentisch und fair zu sein und warum es wichtig ist, sich von übergriffigen Menschen abzugrenzen. (Obwohl es Spaß macht, sich auch mal wie ein Rüpel zu benehmen und sich von alten Mustern und Konventionen zu lösen.)

Ihr kennt das sicher auch. Ihr lernt neue Leute kennen (Kollegen, Nachbarn, Bekannte von Freunden, Geschäftspartner, etc.etc.). Erstmal seid Ihr nett, weil nett ist Euch anerzogen worden, und überhaupt, Ihr wollt erstmal einen guten Eindruck hinterlassen. Wer will sich schon als Arschloch (pardon!) outen.

Jaaaa…. Wären da nicht die anderen.

Heißt es doch nicht umsonst: Nett ist langweilig oder doof?!!

Neulich habe ich bei Facebook gelesen „Nur Prinzesschen richten ihr Krönchen, Königinnen ziehen ihr Schwert.“ Da ist was dran. Das ist authentisch.

Ist es Euch nicht auch schon passiert, dass die anderen dann SOFORT übergriffig werden? Sie wollen alles wissen, Ihr müsst Rapport erstatten, aber sie geben nichts von sich preis? Ihr müsst seltsame undefinierte Regeln anderer beachten, und wehe nicht, dann seid Ihr die Bösen und habt ewig Stunk? Ihr müsst Euch unterwerfen und wisst gar nicht warum? Ihr seid den Launen anderer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert? Ja-Sagen ist ja schön, aber wenn man sich so anderen Menschen unterwirft, ist das weder gesund noch gut für die eigene Entwicklung.

Die Welt ist im Chaos, und das spiegelt sich in jedem Menschen wider.

Macht Euch keine Sorgen, damit seid Ihr nicht alleine. Uns ist das auch gerade erst wieder passiert, und die sog. Konsequenzen sind GANZ schön böse für uns, indem wir von Leuten, die gar nicht zu uns passen, ignoriert werden und sie uns meiden, wie der Teufel das Weihwasser (Achtung Ironie!).

Ups, aber seitdem schlafe ich besser. Meine Nackenschmerzen sind weg. Ich bin sogar dankbar, dass mir diverse zähe Interaktionen erspart bleiben. Und ehrlich gesagt hoffe ich, dass das auch so bleibt. Soll jeder in seiner Welt glücklich sein. Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf, und manchmal sind getrennte Welten einfach besser.

Hier muss ich wieder an die Worte meiner Eltern denken, die immer wieder sagten: Kind, vertraue nicht so schnell…

Da haben sie Recht, und ich werde es auch noch dauerhaft lernen.

Wenn man nicht sofort nett zu anderen ist, lebt es sich wirklich entspannter.

Es wird eine sachliche Distanz gewahrt, denn der andere geht einem nicht gleich mit seinen vielfältigen Problemen und seinen Feindbildern auf die Nerven. Nur sachliche Dinge werden geklärt. Man muss nicht wissen, wer wann wie zu wem auch immer böse war und kann sich entspannt von den entsprechenden Menschen ein eigenes Bild machen.
Man kann sich den Menschen so immer im selbstgewählten, gesunden Tempo annähern und sie kennenlernen. Ein SIE schafft mitunter eine hilfreiche Distanz und schützt nebenbei auch noch vor (energetischen) Übergriffen. Und keine Sorge, man kann sich auch nach dem „Du“ wieder Siezen. :)

In solchen Situationen fühlt man sich zu erst natürlich erstmal hilflos und verloren. Wer will schon Streit und Stress, auch wenn der von anderen frei Haus geliefert wird und man ihn gar nicht bestellt hat. Vor allem als Frau, uh, ich bekomme dabei immer Magenschmerzen, weil Frauen ja harmoniebedürftige Wesen sind.

Sich gegen alle Norm zu wehren, den Rüpel frei zu lassen, das Schwert zu ziehen, tut aber auch mal richtig gut. Man bleibt dabei authentisch und sich selbst treu. Es befreit, und man kann sofort die Spannungen loswerden, die sonst krank machen. Ein authentisches „Sie Ar….“ aus tiefem Herzen kann auch befreien und genauso spirituell wie Licht und Liebe, was auch zu Konflikten führen kann, wenn der andere sich nicht liebevoll benimmt und man der Person gerne mal die Meinung sagen möchte. Spirituell ist ja eigentlich jeder Lebensweg, selbst der Leute, die bei uns für Stress sorgen.

Im Spirituellen geht es auch um das Einnehmen des eigenen Raums, um das Abgrenzen und das Wahren der nötigen Grenzen, um das Strahlen. Lässt man sich auf die anderen ein, bekommt man immer den ganzen energetischen Ballast mitgeliefert, das Heim ist nicht mehr der eigene Tempel, denn die Gedanken kreisen auch immer um die Probleme der anderen. Die eigene Schwingung sinkt, und das Leben scheint einem in dem Moment nicht mehr zu Füßen zu liegen. Warnzeichen sind, dass man dauernd über diese Menschen spricht, an sie denkt oder sich das eigene Verhalten ändert.

Oft haben gerade besonders einfach strukturierte Menschen, die ihr Leben über das Stammhirn definieren, ein Problem. Sie werden übergriffig, da sie sich von freiheitlich denkenden und fröhlichen Menschen, die sich keinen Dogmen unterwerfen, bedroht fühlen, da sie sich ihnen nicht gewachsen fühlen. Diesen Menschen fehlt es meist an nötiger Empathie und auch Benehmen, die Grenzen und Räume anderer zu respektieren, daher sollte man solche Menschen auf keinen Fall nah an sich heranlassen, egal, wie kumpelhaft sie tun.

Energetisch offene Menschen ziehen sich dabei nämlich kostenlos und unfreiwillig die Energien der anderen rein, in unserem Fall waren das Missgunst, Neid und eine Menge anderer ungesunder Themen. Das wirkt auf einen ein, dagegen kann man sich gar nicht wehren. Hilfreich ist, wenn das eigene Verhalten reflektiert wird und man sich fragt: Waren das gerade meine Gefühle und Gedanken oder nicht? Sich regelmäßig zu fragen „Was will ICH vom Leben“ ist auch sehr hilfreich und unterstützt den eigenen Kurs.

Ein freundliches „Sie“, ein „Ich überlege mir das noch“, ein „Das muss sich erst zeigen“ und auch das Unterlassen von bestimmten Zusagen sind sehr hilfreich. Am besten sollten sogenannte „Good-Will“-Angebote unterlassen und auch nicht angenommen werden. Das sollte man beherzigen, egal wie nett der andere gerade scheint.

Erst mit der Zeit zeigt sich doch, ob die anderen Menschen einen wirklich respektieren, und ob Zugeständnisse gut für BEIDE Seiten sind oder nicht. Interessant ist auch, wie der Umgang nach Meinungsverschiedenheiten ist, das sagt eine ganze Menge über den anderen aus.

Also egal wie nett etwas scheint, erstmal sollte immer die nötige Distanz gewahrt werden und der eigene Raum eingenommen werden. Respekt muss sich verdient werden. So vermeidet man Ärger, sinnlosen Streit und kann sich weiter auf das eigene Wohlbefinden konzentrieren.

 

Beitrag kommentieren * Leave a reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *