Kriegsgefangenenpost in der Bundesrepublik – Weltpostvertrag

- zuletzt geändert am 3.Mai 2016

Viel flattert derzeit wegen der Versendung mit nur 3-4 Cent pro Brief herum. So habe ich ein paar Quellen gecheckt und zusammen geführt. Interessant ist das Thema im Hinblick auf das deutsche Reichsgebiet allemal.

2Cent-Briefmarke

2Cent-Briefmarke

Heute kam eine weitere Mail herein, mit Informationen über Briefe, welche mit nur 3 Cent erfolgreich versendet worden sind. Laut Beitrag auf keltisch-druidisch.de, dort angegebener Quellen und kurzer Recherche von mir ergibt sich zwar tatsächlich eine Diskrepanz zwischen den 60 Cent und der real zu verlangenden Gebühr für 20g-Briefe, doch wie die 3 Cent zustanden kommen sollen, ist mir bisher unklar. Aber es scheint zu funktionieren! Die Tatsache, dass der Rechtsstand von 1937 „gilt“, scheint mir da nicht einleuchtend genug.

Grund: Den Hintergrund für die Berechnung nach Weltpostvertrag bildet laut einem Leserkommentar eine fiktive Währung (SZR = Sonderziehungsrechte), welche aus US-Dollar, Euro (nicht Deutsche Mark, nicht Reichsmark), Pfund und Yen gebildet und werktäglich neu berechnet wird. Mitte Februar lag der SZR demnach bei etwas 42 Cent für einen 20g-Brief, wonach 60 Cent deutlich überzogen wäre.

Jedoch gibt der Autor von „Briefe mit 3 cent verschicken“ auf informisten.de an, er habe  erfolgreich mit 3 Cent verschickt. Das wurde von http://keltisch-druidisch.de – hier wurden mehr als 30 Briefe verschickt – nachvollzogen. Beide Quellen geben als Berechnungsgrundlage allerdings keine direkte Referenz, dafür aber Gerichtsurteile an, auch fand ich 2 Videos dazu – siehe weiter unten. Im Weltpostvertrag blicke ich nicht genug durch, um da eine Referenz zu entdecken.

Wohl aber schadet ein Versuch nicht – schlimmstenfalls muss man eben nachfrankieren.

Feldversuch – aus Beitrag auf keltisch-druidisch.de:

„Am Montag (12.5.) habe ich 6 Testbriefe in 3 verschiednen Briefkästen verschickt. Davon sind am Dienstag (13.5.) schon 4 angekommen. Bericht und Fotos folgen. Die Testbriefe wurden unterschiedlich beschrieben und bestückt wie z.B. Firma, Privatadresse, Stempel oder Handschriftlich, unterschiedlicher Inhalt, selbstklebende oder nassklebende 2 Cent Briefmarken und 4 o. 6 Cent frankiert. Das zeigt uns, dass die alten völkerrechtlichen Verträge immer noch gelten. Die Firma BRD hat einfach keine Zuständigkeit für uns! Ausprobieren und mitmachen. Im schlimmsten Fall kommt der Brief zurück und du musst den Rest nachzahlen. Eine Strafgebühr gibt es laut Postbote nicht.

Unter die Briefmarken Absendedatum und Unterschrift setzten: Wichtig! Die Postleitzahl in Klammern setzten, fertig.

Update 16.5.

Weitere 30 Briefe sind angekommen und kein einziger zurück. Von Privatadressen bis z.B. russische Botschaft. Zahlreiche Rückmeldungen bestätigen, dass es nicht nötig sei, Datum und Unterschrift unter die Briefmarke zu setzten. Das wichtigste ist einfach die Postleitzahl, vom Empfänger des Briefes, in eckige Klammern setzen. Das ist alles. 3 Cent reichen aus. 4-6 Cent sind zu viel.“
http://keltisch-druidisch.de/de/blog/briefe-bis-20g-f%C3%BCr-3-cent-versenden

Mein Kommentar: „Eine Strafgebühr gibt es laut Postbote nicht“ – Was nun: Gebühr oder Strafe? Und seit wann kennt ein Postbote sich mit dem Strafrecht aus? Wäre das dann nicht sowieso unwirksam, soweit es bundesdeutsches Recht und die Bereinigungsgesetze betrifft?

Videoquellen: Briefe mit ein paar Cent im
deutschen (Reichs)Gebiet versenden

Tagesenergie 55 ab ca. 1h40min >>Link

Briefporto nur 4 Cent es funktioniert – conrebbi >>Link

Kriegsgefangenenpost – sogar kostenfrei

Update am 03.07.14 – Nachtrag. Es geht hintergründig um „Kriegsgefangenenpost“, d.h. den Status „Kriegsgefangene“ durch Beschlagnahmung des Reichsvermögens und des Reichsvolkes (wenn man so sagen kann) und kostenfreie Zustellung innerhalb der „Lagerverwaltung“ Bundesrepublik.

Dazu heißt es auf eisenblatt.de:
Also zunächst mal muss ich mich selber korrigieren! Kürzlich habe ich behauptet es gäbe diese Sache mit der Kriegsgefangenenpost nicht, und das ist falsch! Da ich mich auf die Reichspost bezog, konnte ich dort nichts feststellen. Das ganze läuft aber auch über einen anderen Rechtskreis, nämlich über die Lagerverwaltung!

Wie mir nun aber mitgeteilt wurde, ist die Post für Lagerinsassen in der BRD Kostenlos. Und in der Tat, man kann die Post kostenlos versenden. Wir haben weiterhin den Kriegsgefangenenstatus den wir seit dem Krieg haben. Und dieses Kürzel FRG, welches als Lagerverwaltung bezeichnet wird, ist nichts anderes als die Federal Republic of Germany, also die Bundesrepublik Deutschland

Quellen:
http://keltisch-druidisch.de/de/blog/briefe-bis-20g-f%C3%BCr-3-cent-versenden
http://informisten.de/m/newsinfos/view/Briefe-f%C3%BCr-3-Cent-verschicken
http://www.transportrecht.de/transportrecht_content/1145517132.pdf
„4-Cent-Briefversand“-PDF auf http://nestag.de/dateien.html

Weitere Links:
Kriegsgefangenenpost und Abgabenlast auf netzwerkvolksentscheid.de

17 Replies

17 replies on “Kriegsgefangenenpost in der Bundesrepublik – Weltpostvertrag”

  1. Hallo Freunde,

    auf http://beitragsservice-stoppen.blogspot.com/2015/09/deutsche-post-ag-leistet-schadensersatz.html ist zu lesen das die Deutsche Post AG sehr wohl weiß das Kriegsgefangenenpost kostenfrei befördert werden muß!

    Bei Beschwerden wird Schadensersatz geleistet und Nachporto zurückerstattet!

    Ihr solltet euch also unbedingt beschweren, wenn mal Nachporto verlangt wird

  2. Axel sagt:

    Hallo,
    ich habe es selber ausprobiert. Beim ersten Test kam der Brief beim Empfänger an, Absender und Empfänger waren angegeben, die Postleitzahlen in eckigen Klammern, folgendes wurde auf dem Umschlag noch angegeben:

    Prisonnier du courrier de guerre
    Kriegsgefangenenpost
    Gem. Art. 16 HLKO von 1907
    Gebührenfrei

    Wenn wir Kriegsgefangene sind, dann müsste die Post doch so oder so die Post weiterleiten, oder nicht?
    Was ist das höchste Gewicht für die Kriegsgefangenenpost und welche Sendungen könnten noch per Kriegsgefangenenpost verschickt werden?

    • Christian sagt:

      Hallo Axel, was die DEUTSCHE POST AG tun müsste und was sie tut, kann ich schwer einschätzen. Viel Recht wird gebrochen und die Schere zwischen Menschen und Biorobotern geht so schnell auf wie der Zins arm und reich teilt.
      Bitte sieh diese Situation mit der Kriegsgefangenenpost auch in der Simpelvariante einfach als Puzzlestück in der Aufklärung und nicht als juristischen Kunstgriff, um Geld zu sparen.

  3. Morticia sagt:

    Mehrere Briefe für 4 ct verschickt.
    Dauert manchmal einen Tag länger, kommt aber immer an.
    Nur die eckigen Klammern.
    Keine Unterschrift, kein Datum nötig.
    Hab ich so auch schon an Anwalt und Staatsanwaltschaft verschickt und kam an.

  4. pixler sagt:

    Am Schalter sollte man es natürlich nicht abgeben. Einfach einwerfen, fertig !

  5. pixler sagt:

    Hallo,
    auch ich habe 5 Briefe verschickt und Rückmeldung erhalten (noch nicht ganz von allen) daß sie angekommen seien. Ich gehe davon aus, das die Dinger ankommen. Auf puren Schlendrian oder technische Unperfekthiet zähle ich nicht, sondern bin mittlerweile auch der Auffassung, das an den HINTERGRÜNDEN was dran sein soll.
    MfG – pixler

  6. Dennis Schmidt sagt:

    Ich habe seit letzter Woche auch drei Briefe mit jeweils 4 Cent (2x2ct-Briefmarken) als Kriegsgefangenenpost verschickt. Es hat einwandfrei funktioniert. Erst heute, beim Versuch den vierten Brief abzuschicken, hat man mich am Schalter verwundert angeguckt und das Ganze verweigert mit der Bitte eine 60ct-Briefmarke zu kaufen. Daraufhin habe ich den Filialleiter angefordert, der noch nie etwas von alledem gehört hatte und mich nur mit Hausverbot weggeschickt hatte.

  7. Christian sagt:

    Mathias, danke für deinen Versuch, meiner läuft gerade. Die Post soll inzwischen Anweisungen geben, das „abzustrafen“ und dir ist es offenbar auch passiert. Das ist dann wohl Bruch eines internationalen Vertrages. Wie neu in der Kolonie „Bundesrepublik“…

  8. Matthias sagt:

    Ich habe es heute ausprobiert und bekam den Brief mit 1€ Strafporto zugestellt?!?!? Nun ja….

    • Uwe sagt:

      Hab am Dienstag von meiner postfrau des Vertrauens gehört das alle Filialen ein Memo diesbezüglich bekommen haben mit Androhung von strafgeld und der aussage “ in Deutschland gilt der bundesdeutsche postvertrag“ naja, ich verschicke trotzdem weiterhin mit eckiger Klammer, aber mit Bundesdeutscher Postgebühr.

    • Christian sagt:

      Also mein Test mit 4 Cent hat geklappt.

  9. Uwe sagt:

    Ich hab es ausprobiert und es funktioniert.
    Was machen wir aber jetzt damit? Wie soll das weitergehen mit der Firma BRD?

    • Christian sagt:

      Lieber Uwe, danke für dein positives Feedback! Ich probiere es auch noch aus. Dann stellt sich für mich die Frage, ob die rechtliche Situation damit belegt ist oder es (wie oft) doch nicht so einfach ist. Wenn aber erster Fall, wäre das ein klasse Aufhänger zur Aufklärung. Lg Christian

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